Posted by RadAlert | Posted in Blitzerland | Posted on 11-11-2009
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Chemnitz hat für nächstes Jahr ein ambitioniertes Ziel, es will 5,2 Millionen Euro aus Bußgeldern einnehmen, das sind gut 20 Prozent mehr, als noch 2008 verdient wurde. Um dieses Ziel zu erreichen sollen drei neue Blitzer angeschafft werden, zudem sollen die Politessen Verstärkung erhalten. Erst kürzlich hatte die Stadt in der Neefestraße einen neuen Rotlichtblitzer aufgestellt.
Die Autofahrer sollen mit einem neuen Rotlichtblitzer (Kosten: 50.000 Euro) und zwei neuen Tempoblitzern (Kosten: 130.000 Euro) abgebremst werden. Die genauen Standorte sind aktuell noch unbekannt. Die Stadtsprecherin Katja Uhlemann verrät nur so viel: „Die Geschwindigkeitsmessanlagen sind für den Südring in der Nähe der Wohnbebauung vorgesehen.“ Dort gebe es viele Raser.
Nun kommt aber das lustige an dieser Geschichte! Warum macht das die Stadt? Natürlich geht es in erster Linie um die Sicherheit der Bürger! Doch “Sicherheit” kann man ja so oder so interpretieren. Die Stadt Chemnitz möchte mit den Zusatzeinnahmen den gemeindlichen Vollzugsdienst, der unter anderem den Leinenzwang für Hunde kontrolliert, um sechs Leute auf dann insgesamt 20 Personen verstärken. Kosten für die neuen Kontrolleure 300.000 Euro. Frau Uhlemann verteidigt diese Idee: „Hauptanliegen ist, mit dieser Aufstockung zeitnah auf Hinweise, Anliegen und Beschwerden der Bürger reagieren zu können“.

Ob wir mit unseren Temposünden in Zukunft das Überwachen des Leinenzwangs bei Hunden mit finanzieren, das wird im Januar 2010 vom Stadtrat verabschiedet. Wir können also gespannt bleiben…
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Posted by RadAlert | Posted in Blitzerland | Posted on 06-11-2009
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Die Polizeibeamten von Plauen werden sich gefreut haben, als sie ihren 18 Jahrer alten VW Passat endlich in die Wüste schicken konnten. Das Blitzer-Einsatzfahrzeug wird im nächsten Jahr durch ein neues Auto ersetzt. Dabei werden gleich die alten Blitz-Systeme auf Digitaltechnik umgerüstet.
“Es fotografiert schließlich auch fast kein Privatmann mehr mit analoger Technik”, sagt Ordnungsamtsleiter Wolfgang Helbig. Mit der analogen Technik war das Prozedere rund um die Blitzerfotos recht aufwändig und teuer. Die schwarz-weiß Bilder mussten extern entwickelt und in den Computer eingescannt werden, um anschließend beim Kraftfahrzeugbundesamt in Flensburg den Halter ermittlen zu können. Heutzutage kann man über diese Vorgehensweise eigentlich nur noch schmunzeln.
Mit der Digitalisierung fallen nun viele dieser Arbeitsschritte weg. Man mag es kaum glauben, doch die Stadt kann auf diese Weise eine Stelle und somit 32.000 Euro Personalkosten einsparen. Also kostete zur analogen Zeit das Einpflegen der Blitzerdaten pro Monat um die 2.670 Euro. Interessant wäre es jetzt noch zu wissen, wieviele Straftaten pro Monat angefallen sind…
Nun gut. Doch wir alle kennen die Weisheit, um Geld verdienen zu können, muss man erst einmal Geld ausgeben. Dafür investiert die Stadt nun erst einmal 41.000 Euro für die neue Technik. Der Skoda Roomster soll angeblich rund 15.000 Euro kosten und wird noch in diesem Winter in den Einsatz kommen. Der Skoda wurde der Stadt angeblich empfohlen, da er sich zum Blitzen besonders gut eignen würde.
Das heißt wohl, wir sollten in Zukunft einen gewissen Grundverdacht gegenüber parkenden Skodas haben.

Plauen rechnet im nächsten Jahr mit 300.000 Euro Blitzer-Einnahmen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind das 80.000 Euro weniger. Die Plauener sind offenbar umsichtiger unterwegs oder kennen die 168 Messpunkte im Stadtgebiet. Wir hoffen, dass die Plauener diese auch schon alle in unseren Radarwarner RadAlert eingepflegt haben.
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Posted by Franz | Posted in Blitzerland, Recht | Posted on 04-11-2009
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Ein Artikel im Westfalen-Blatt erzählt von dem eher hilflos als einfallsreich wirkenden Einspruch eines Studentens gegen den Blitzer am Bielefelder Berg. Der Rechtsanwalt schiebt in dessen Fall alles auf die Taumittelsprühanlage, die das Messergebnis extrem beeinträchtige.
Für alle, die nicht genau wissen, was eine Taumittelsprühanlage ist, habe ich mir das selbstverständlich einmal nachgeschlagen. Damit ihr diesen Fall auch zu 100% nachvollziehen könnt. Laut Wikipedia ist eine Taumittelsprühanlage
“eine stationäre Anlage zum selbsttätigen Aufbringen flüssiger Auftaumittel. An besonders empfindlichen Gefällstrecken (z. B. A 8 am Drackensteiner Hang) und Brücken (z. B. Wiehltalbrücke auf der A 4 zwischen Köln und Olpe) werden solche Anlagen installiert, um winterliche Reifglätte zu bekämpfen bzw. erst gar nicht entstehen zu lassen. Als Taumittel wird eine Salzwassermischung mit einem hohen Salzanteil (über 20 %) verwendet. Die gleichmäßige und damit auch umweltschonende Verteilung des Taumittels auf der Fahrbahn erfolgt durch seitlich am Fahrbahnrand angebrachte oder mittig in die Fahrbahn eingebaute Sprühdüsen.“

Wenn ihr die Leitplanke genauer betrachtet, dann seht ihr die Sprühdüsen.
Und wer fragte sich noch nicht, ob diese Taumittelsprühanlage das Messverhalten von Blitzern für den Autofahrer negativ beeinträchtige?
Der Student fasste allen Mut zusammen und gab sich als Sprachrohr aller Sprühanlagen-Geschädigten. Sein Anwalt schrieb, man müsse “davon ausgehen, dass die elektrische Installation dieser Anlage und die damit verbundene Andersartigkeit der Struktur des Untergrundes” zu Messfehlern führe. Obwohl er sogleich einschränkte: “Ich kenne die Funktion der Taumittelsprühanlage nicht.” Hätte er doch vorher auch in Wikipedia einmal nachgeschlagen.
Doch das ganze war sowieso vergeblich, das Amtsgericht ließ einen Beweisantrag erst gar nicht zu. Der Amtsrichter Ralf Stoffregen war über den Einspruch weniger überrascht, denn nach Erkenntnissen seiner Kollegen gibt es jeden Tag mindestens zehn neue Verfahren mit Einsprüchen gegen die A2-Bußgelder. Doch das mit der Taumittelsprühanlage war bis jetzt noch nie da…
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Posted by RadAlert | Posted in Allgemein, Technik | Posted on 04-11-2009
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Nachdem der Poliscan Säulenblitzer für immer mehr Aufregung sorgt, habe ich mir gedacht, dass ich ihm heute einen eigenen Beitrag widme. Was haltet ihr vom neuen Design dieser Säulenblitzer?

Auf der Seite des Herstellers Vitronic wird der Blitzer nahezu als modernes Kunstwerk angepriesen:
Vergessen Sie unansehnliche Starenkasten. Das VITRONIC-Säulendesign setzt neue Maßstäbe in der stationären Geschwindigkeitsmessung. Die Säule passt in jedes Landschaftsbild und ist vandalismusgeschützt. Unabhängig voneinander drehbare Segmente machen es möglich, dass mit zwei Messeinheiten in zwei unterschiedliche Richtungen überwacht wird.
Und als kleine Anmerkung am Rande kann ich von einem Kollegen erzählen, der tatsächlich in Böblingen beim Vorbeifahren dachte, dass es sich bei den neuen Säulenblitzern um neue Kunst-Skulpturen handeln würde. Dort hatte die Stadt laut Stuttgarter Nachrichten kräftig investiert und fünf neue Säulenblitzer aufgestellt. Prinzipiell wäre diese Assoziation eigentlich nicht schlecht, so würden alle Autofahrer staunend mit mäßiger Geschwindigkeit an dem Blitzer vorbei fahren. Ob das jedoch in der Tat wirklich so ist, wage ich zu bezweifeln.
Der neue Blitzer kann mit folgenden Merkmalen “überzeugen”:
- Vollautomatisches LIDAR-System (Die Lidar-Technik haben wir euch ja bereits erklärt!) mit digitaler Beweisführung
- Misst mehrere Fahrzeuge auf bis zu drei Spuren gleichzeitig
- Manipulationssichere, verschlüsselte Falldaten
- Keine straßenseitigen Einbauten notwendig, weder Schleifen, noch Sensoren oder Lichtschranken
- Ordnet Verstöße eindeutig zu
- Messeinheiten können aus der Säule herausgenommen und in andere Säulen eingesetzt werden
- Fahrzeugklassifikation für unterschiedliche Geschwindigkeitsbegrenzungen
- Eichung vor Ort überflüssig
Also Achtung vor den High-Tech PoliScan Säulenblitzern! Die Zeiten haben sich geändert. Nun werden ALLE sichtbaren Fahrzeuge gleichzeitig erfasst und aufgenommen. Da ist es nun auch kein Problem mehr, wenn mehrere Fahrzeuge parallel oder dicht hintereinander fahren oder das Wetter so schlecht wie noch nie ist, der nahezu intelligente Blitzer ordnet alle Verstöße sicher zu und dokumentiert sie lückenlos. Laut Angaben des Herstellers beinhaltet jeder Beweismitteldatensatz sämtliche fallrelevanten Daten. “In nur einem Foto sind sowohl der Fahrerbereich, als auch das Kennzeichen sehr gut les- und auswertbar. Messwert, Zeugendaten, Ortszeit und andere Eingaben zu den Umgebungsbedingungen etc. sind integraler Bestandteil des digitalen Dokuments“. Diese geradezu penieble Erfassung führt zu “mehr Messgerechtigkeit und größerer Akzeptanz in der Öffentlichkeit.“
Damit könnte Vitronic in gewisser Weise Recht haben, denn wie oft hörte man in der Vergangenheit von der Ungenauigkeit der Radarkontrollen. Und wenn ich einmal geblitzt werden sollte, dann möchte ich schon wissen, dass dies zu Recht geschehen ist!
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Posted by RadAlert | Posted in Skurriles | Posted on 03-11-2009
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Also ganz ehrlich, als ich das gesehen habe, musste ich herzhaft lachen! Hier seht ihr den polnischen Versuch, die Blitzer-Software zu überlisten um so die Blitzerdatenbank zu löschen…

Hat jemand von euch schon Erfahrung damit gemacht…
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Posted by RadAlert | Posted in Blitzerland | Posted on 02-11-2009
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Wie ich gerade gesehen habe, war der Fake-Blitzer am Freitag in van Steinerooy`s Blog ebenfalls Thema. Anscheinend steht ein verdächtig wirkender fest montierter Blitzer am Ortausgang von Hasede Richtung Hildesheim. Hat sich am Wochenende vielleicht jemand inspiriert gefühlt und sich heimlich seinen eigenen Blitzer gebastelt? Oder kann jemand von euch den Blitzer bestätigen?
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Posted by RadAlert | Posted in Skurriles | Posted on 02-11-2009
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Nachdem ich euch bereits von dem Vogelhaus-Starenkasten und dem selbstgebastelten Polizei-Doppelblitzer erzählt habe, gibt es heute die eher proffesionellere Blitzer-Attrappe auf ebay.

Lest euch doch einmal die Beschreibung aus dem ebay-Angebot durch, wenn die nicht überzeugt:
… Erwerben Sie hier ein hochwertiges Produkt, welches mit modernsten Maschinen hergestellt wurde.
- Lasergeschnitten und -gestanzt
- CNC gekantet
- innen und außen Pulverbeschichtet
- durchdachte Stahlblechkonstruktion: etwa 5 kg schwer
- Rückwand geschraubt, daher nachträgliche Installationen oder Umbauten möglich
- Plexiglas in Rot mit ausgewähltem Transmissionsgrad (cherryrot)
- transparentes Kunststofffenster für den Lichteinfall
- Edelstahlschrauben
- auswechselbare Bodenplatte mit Fotostativ-Gewinde (!) …
Aktuell wurde bereits 16 Mal auf die Blitzer-Attrappe geboten, das Angebot steht bei 96 Euro und läuft noch gute 2 Tage. Liebe Polizei von Bruchköbel, vielleicht wäre das ja auch eine Alternative für Sie?!?
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