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Hilfe ich wurde geblitzt was nun? Wie schnell kann das gehen: eine rote Ampel wurde übersehen oder man hat doch ein wenig zu viel Gas gegeben. Einige Autofahrer achten weniger auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen, wenn sie in Eile sind, andere fahren gerne einfach mal ein wenig zu schnell. Erst wenn es dann soweit ist, kommen oftmals Fragen auf. In diesem Artikel gehen wir einigen Fragen zum Thema Blitzen und zu schnelles Fahren auf den Grund.
Gibt es eine Toleranz bei Blitzern?
Im Allgemeinen werden Blitzer bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von etwa 5 km/h scharf. Das sollte aber nicht dazu führen, dass Autofahrer denken sie können die Geschwindigkeitsbegrenzung generell um 5 km/h überschreiten. Denn die Höhe der Toleranz liegt ganz im Ermessen der zuständigen Behörde. Oft hängt die Höhe der Toleranz mit der Unfallgefährdung zusammen. Blitzen an Schulen können beispielsweise eine sehr geringe Toleranz haben, um die Fahrer zum langsamen Fahren zu zwingen.
Ab welcher Geschwindigkeit muss ich mit einem Fahrverbot rechnen?
Das hängt neben der Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung auch davon ab, ob man Innerorts geblitzt wurde oder nicht. Innerorts gilt: wer nach Abzug der Toleranz mindestens 31 km/h zu schnell war, der muss seinen Führerschein für 1 Monat abgeben. Außerorts gilt das ab einer Überschreitung von 41 km/h nach Toleranz. Aber Achtung: wer bereits öfters in hohem Tempo geblitzt wurde, kommt nicht so leicht davon. Hier kann ein Fahrverbot schon ab 21 km/h möglich werden.
Bezahlt die Kfz-Versicherung trotz Geschwindigkeitsüberschreitung?
Wer in einen Unfall verwickelt ist und dabei mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war, hat wenig zu Lachen. Überhöhte Geschwindigkeit gehört zu den häufigsten Ursachen bei Verkehrsunfällen. Oftmals fragt sich der Unfallverursacher dann, ob die Kfz-Versicherung dennoch für den Schaden aufkommt. Im Regelfall kann dies zur Erleichterung der Fahrer bejaht werden. Ein Ausnahmefall besteht z.B. dann, wenn dem Unfallverursacher vorsätzliches Herbeiführen des Unfalls bewiesen werden kann.
Wer in einen Unfall verwickelt ist, fährt per Gesetz auch mit überhöhter Geschwindigkeit, wenn er die Höchstgeschwindigkeit zwar einhält, aber seine Geschwindigkeit nicht den Umständen (z.B. dem Wetter) anpasst. Das führt schnell zu Punkten und Bußgeld, auch wenn der Fahrer nicht geblitzt wurde.
Kann man verhindern, dass der Führerschein eingezogen wird?
Vielen Autofahrern werden die Konsequenzen die mit dem Führerscheinverlust zusammenhängen erst bewusst, nachdem sie zu schnell gefahren sind und erwischt wurden. Ein Monat ohne Führerschein oder noch länger… Das kann hart sein, wenn man täglich zu seiner Arbeitsstelle kommen muss. Dieses Argument alleine reicht aber nicht aus, um ein Fahrverbot zu vermeiden, in Ausnahmefällen ist es aber dennoch möglich. Dazu muss man ein sogenannter Härtefall sein. Das kann der Fall sein, wenn man ohne Auto den lebensnotwendigen Arztbesuch nicht absolvieren kann, wenn man seinen Job verlieren würde, obwohl man Alleinverdiener ist oder wenn man schwerkranke Angehörige hat, die man ohne Auto nicht ausreichend versorgen kann. Wer trotz überhöhter Geschwindigkeit, um ein Fahrverbot herum kommt, kann aber zum Ausgleich mit einer deftigen Erhöhung des Bußgeldes rechnen.
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