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Die erfolgreichste Radarfalle Berlins befindet sich im Britzer Tunnel in Neukölln. Im vergangenen Jahr hat diese Anlage rund 150.000 Autofahrer fotografiert. Der Erfolg dieser Radarfalle könnte darin liegen, dass sie nicht blitzt. Erst wenn der Bußgeldbescheid mit der Post ins Haus flattert, bemerkt der Autofahrer, dass er in eine Radarfalle getappt ist.
Die Radarfalle Britzer Tunnel bricht alle Rekorde
Durchschnittlich alle zwei Minuten fährt ein Autofahrer zu schnell durch den Britzer Tunnel auf der Berliner Stadtautobahn A100. Pro Tag sind es mehr als 400 Temposünder. In dem fast zwei Kilometer langen Tunnel gilt ein Tempolimit von 80 km/h. Wenn der Verkehr stockt und sich ein Stau bildet, kann das Tempolimit mittels elektronischer Anzeigen auf 60 km/h gesenkt werden. Dass sich viele Autofahrer nicht an die Tempolimits halten, zeigt nicht nur der Rekordwert von 150.000 Autofahrern, die im Verlauf des Jahres 2011 in die Falle getappt sind. Auch der schlimmste Temposünder der Stadt des vergangenen Jahres wurde ausgerechnet von dieser Anlage erwischt. Ein Autofahrer ist mit nicht weniger als 196 km/h durch den Tunnel gerast.
Umstrittener Einsatz von Infrarot-Licht
Bei der Radarfalle im Britzer Tunnel kommt Infrarot-Licht zum Einsatz. So ist es möglich, zu schnell fahrende Autos ohne Blitzlicht zu fotografieren. Immer wieder passiert es, dass Autofahrer, die diese Strecke täglich bewältigen, stets mit erhöhter Geschwindigkeit ertappt werden. Da sie keinen Blitz registrieren, ändern sie ihr Fahrverhalten nicht. Wochen später folgt der Schock, wenn eine Reihe an Bußgeldbescheiden mit der Post zugestellt wird. Diese Praxis ist nach der Errichtung der Anlage heftig kritisiert worden. Von Abzocke war die Rede.
Die hohen Kosten haben sich längt rentiert
Die Errichtung des sogenannten ‚Schwarz-Blitzers‘ im Frühling 2010 hatte sich aufgrund von Geldmangel verzögert. Der Einsatz der Infrarot-Technik hat zusätzliche Kosten verursacht. Mittlerweile dürfte sich die Montage allerdings aufgrund der Vielzahl an Bußgeldbescheiden ausgezahlt haben. Trotz des großen Erfolgs ist die Errichtung weiterer Anlagen dieser Art in Berlin nicht geplant. Die Polizei will sich in den nächsten Monaten auf den Einsatz von mobilen Radarfallen konzentrieren.





