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Mobil in Deutschland veröffentlicht Blitzeratlas

Geschrieben von RadAlert | Geschrieben in Blitzerland | Geschrieben am 10-09-2009

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Logo Mobil in DeutschlandUnd es hat sich wieder gezeigt, bei Blitzern geht es meistens ums Geld, nicht um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. Der Verein Mobil in Deutschland (MiD) hat seinen Blitzeratlas veröffentlicht. Es zeigte sich, dass in München durchschnittlich 22 Fahrer pro Tag wegen überhöhter Geschwindigkeit geblitzt werden, am häufigsten an der Ingolstädter Straße, der Wasserburger Landstraße und der Menzinger Straße.

Das interessanteste an der Untersuchung ist der Vergleich zwischen den Unfallschwerpunkten in München und den Orten, an denen tatsächlichen geblitzt wird. Wie zu erwarten war, ergaben sich in der Gegenüberstellung der zehn häufigsten Stellen für Radarfallen mit den zehn häufigsten Unfallorten, nur drei Überschneidungen. Eigentlich zu wenig um das “Blitzen für die Sicherheit” zu rechtfertigen.

Spricht man die Polizei auf Radarwarner an, so betrachtet sie diese selbstverständlich kritisch. “Wenn Autofahrer nicht wissen, wo sie überall geblitzt werden, halten sie sich hoffentlich immer an die Geschwindigkeitsbeschränkung und nicht nur an einzelnen Stellen”, sagt Dieter Bauer von der Verkehrsabteilung der Münchner Polizei.

Nun gut… Ich empfehle den Radarwarner RadAlert aufs iPhone zu laden – nur so, um Sicher zu gehen.

Update 14.09.09:


Auf Wunsch einiger Blogleser, gehe ich heute noch ein wenig ins Blitzeratlas-Detail:

Laut MID wurde dieses Jahr in München um ein Viertel weniger mobil geblitzt als noch vor zwei Jahren. Während 2007 990 Blitzer in der Woche gemeldet wurden, waren es 2009 “nur noch” 700 pro Woche.

Die Münchner Top-Blitzermeile hat einen neuen Namen bekommen: Während 2007 die Landshuter Allee die Blitzerstraßen anführte, steht nun die Ingolstädter Straße an erster Stelle. Hochgerechnet wird hier 320 Mal im Jahr geblitzt. Im Ranking der Straßen, auf denen am häufigsten geblitzt wird, kommt an zweiter Stelle die Wasserburger Landstraße mit 210 Blitzern, danach folgt die Menzinger Straße und die Ifflandstraße mit je 200 Blitz-Aktionen, gefolgt von der Claudius-Keller-Straße mit 150 Blitzern, der Eduard-Schmidt-Straße und der Schleißheimer Straße mit je 140 Blitzern sowie der Heinrich-Wieland-Straße mit 120 Blitzern im Jahr. Jeweils 110 Mal im Jahr wird auf der Marsstraße und der Ungerer Straße geblitzt. Es scheint somit, dass zweispurige Aus- und Einfallstraßen besonders beliebt sind.

Generell heißt es, dass nur an Unfallschwerpunkten geblitzt wird. MID hat eine andere These aufgestellt: “Dort, wo besonders viel geblitzt wird, passiert wenig und dort, wo am meisten passiert, wird kaum geblitzt.” Im Blitzeratlas wurden dazu die TOP 10 Blitzstraßen 2009 und mit den TOP 10 Unfallstraßen aus 2008 gegenüber gestellt. Dabei zeigte sich, dass in den größten Unfallstraßen, der Landsberger Straße und der Dachauer Straße kaum geblitzt wird. Wobei der Verein 2009 zum ersten Mal 3 Überschneidungen zwischen den Top-Blitzstraßen und den Top- Unfallstraßen herausfand: Diese sind die Ingolstädter Straße, die Wasserburger Landstraße und die Schleissheimer Straße.

Für die selteneren Blitzerattacken in der Landshuter Allee hat der Verein eine besonders lustige Erklärung. In den vergangenen Jahren versteckten sich die Polizisten, bewaffnet mit Radarpistolen, immer hinter zwei Stromkästen, die direkt neben der Fahrbahn standen. Dort konnten sie den Verkehr in Ruhe überwachen. Nun wurden die Stromkästen allerdings abgebaut und somit auch das gute Versteck.

Hinsichtlich fest installierter Blitzer ging MID vor allem auf den Richard-Strauß-Tunnel ein, von dem wir euch schon berichtet haben. Dort befinden sich aktuell 24 Schattenblitzer, dabei handelt es sich um 12 Kameras und 12 Infrarotblitzer.

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