Die Bild-Zeitung hat wieder einmal aufgedeckt! Es scheint so, als wären die zwei neuen Blitzer auf dem Carolaplatz in Dresden aktuell nur Phantom-Blitzer. Also Blitzgeräte, die von der Polizei dazu eingesetzt werden, Raser zu blitzen, diese aber nicht strafrechtlich weiter verfolgen. Bei den Testgeräten handelt es sich anscheinend um Geräte von der Löbauer Blitzerfirma VDS Verkehrstechnik. Die digitalen Blitzer kommen dabei ohne Film aus, speichern allerdings die Bilder auf einem Chip und senden diese per Funk zur Bußgeldstelle. Laut Bild-Zeitung versichert Detlef Sittel, Sprecher von Ordnungsbürgermeister, dass im Testbetrieb keine Ordnungswidrigkeiten erfasst und geahndet werden.
Mit den beiden Testgeräten überwacht die Stadt Dresden die Links-Abbieger-Spuren von der Carolabrücke und die Geradeaus-Spuren aus der Wigardstraße.
Bildquelle: www.bild.de, Foto: Bruno Satelmajer
Die Blitzerentwickler hoffen nach einem Praxistest von etwa einem Jahr auf die amtliche Zulassung durch die Physikalisch-Technische-Bundesanstalt. Erst dann dürfen die neuen Digital-Blitzer auch bundesweit eingesetzt werden. Doch so lange will die Stadt anscheinend nicht warten. Wie die Zeitung weiter erfuhr, sollen vorübergehend zugelassene Kameras in den Blitzkästen abkassieren, da sonst die Autofahrer die Testblitzer nicht ernst nehmen würden…
Nun gut. Ich würde einfach einmal vorschlagen, dass sich ein Freiwilliger für den Praxistest meldet. Mutige vor! Ich freue mich auf euer Feedback…
Erst gestern berichtete die BILD Zeitung, dass die Polizei in Sachsen einiges zu tun hatte. Grund: Die Polizisten mussten alle ProViDa-Kameras aus ihren Streifenwagen ausbauen. Die Technik ist offenbar nicht zugelassen. Hui, wie peinlich!
Doch die Pannenstrecke bei der Polizei Sachsen hört nicht auf. Nun wollten die Polizisten wieder auf ihre herkömmlichen Blitzer für den Straßenrand zurückgreifen, doch der weitverbreitete Blitzer ESO-ES 3.0 hat anscheinend einen Softwarefehler und sorgt so für fehlerhafte Messergebnisse.
Laut Bild Zeitung informierte der Hersteller die Polizei, Städte, Gemeinden über diesen Zustand. Betroffen sind auch Messungen aus 2009 und 2010. Der Verkehrsanwalt Nils Hulinsk sagte gegenüber BILD: „Auf dem Blitzerfoto ist nicht der gesamte Messbereich sichtbar. Es könnte also auch ein anderes Fahrzeug geblitzt worden sein.“
So auch bei einem Kläger aus Leipzig. Er fuhr auf der A72 bei Zwickau angeblich 41 km/h zu schnell (erlaubt sind 100 km/h). Die Strafe: 160 Euro, 3 Punkte, 1 Monat Fahrverbot. Der angebliche Raser klagt nun dagegen, sein Prozess ist für Mai angesetzt.
Wenn ihr also in der Vergangenheit mit einem Blitzer ESO-ES 3.0 geblitzt worden seid solltet ihr es euch unter Umständen überlegen, dieses Urteil anzufechten…
Ein lieber Kollege hat mich auf die folgende Geschichte aus Frankreich aufmerksam gemacht.
Vergangenen Mittwoch veröffentlichte die Pariser Polizei, dass sie ein und den selben Autofahrer 206 Mal mit zu hohem Tempo geblitzt haben. Armer Pechvogel! Vor allem, weil er dabei 11 Mal mit dem Handy am Ohr erwischt wurde…
Nun werden dem Sünder 450 Punkte im französischen Zentralregister für Verkehrssünder abgezogen. Aber stopp! Das geht gar nicht. Denn: Das französische Zentralregister hat nicht mehr als zwölf Punkte. Der Fahrer hat im Übrigen auch nur noch ein Guthaben von zwei Punkten um seinen Führerschein behalten zu dürfen. Also drohen dem Raser nun ein Führerscheinentzug von bis zu drei Jahren und nach Summierung aller Strafzettel eine Geldstrafe in Höhe von mehr als 15.000 Euro.
Übrigens: Die französischen Behörden hatten den Fahrer über die Mietwagenfirma im benachbarten Luxemburg ausfindig gemacht, auf die das Auto zugelassen ist. Was lernen wir daraus? Auch wenn man sich 206 Mal mit einem Mietwagen blitzen lässt, die Polizei kann einen irgendwie dann doch immer wieder überführen…
Bitte entschuldigt, dass wir uns so lange nicht mehr gemeldet haben. Ich hätte das neue Jahr gerne mit dem kurzen Mainzelmännchen-Blitzer-Spot begonnen, doch leider wurde ich im Netz noch nicht fündig. Aus diesem Grund muss nun der englische Starenkasten herhalten. Wir haben euch ja bereits die deutsche Version des Starenkasten-Vogelhäuschen gezeigt. Nun bin ich über eine englische Version gestolpert, die möglicherweiße auch bald in Deutschland vertreten sein wird.
Bill Angus ist ehemaliger Polizist und dachte, dass diese Idee helfen könnte, weitere Geschwindigkeitsüberschreitungen ohne aufwendige Polizeikontrollen zu vermeiden.
Also Augen auf im Straßenverkehr, vielleicht seht Ihr ja bald den englischen Starenkasten im deutschen Straßenverkehr.
In der hessischen Gemeinde Burghaun wollte die Stadt besonders schlau sein was die Bestrafung von Temposündern angeht. Wie das ZDF-Magazin Wiso vor Kurzem berichtete, hat die Gemeinde zwei Blitzer vom Hersteller Robot Visual Systems geleast. Diese Tatsache allein ist für uns schon lange nichts neues mehr, wir wissen ja auch schon, dass man Blitzeranlagen mieten kann. Doch das eher absurde an dieser Geschichte ist, dass die Gemeinde Burghaun den Hersteller an den Bußgeld-Einnahmen laut Vertrag beteiligt.
Die Gemeinde kam auf die Idee da die beiden Starenkästen schon längst in die Jahre gekommen waren. Da man sich die Kosten in Höhe von 100.000 Euro aber nicht leisten konnten, beschloss die Gemeinde den genannten Leasing-Vertrag über zwei nagelneue Blitzer mit dem Hersteller abzuschließen.
Der Bügermeister Alexander Hohmann erklärte im ZDF: „Der Hersteller sah sich die Gegebenheiten vor Ort an, ob sich die Sache auch rentiert“. Der Gemeinde ging es in erster Linie um die Verkehrssicherheit seiner Bürger, dem Hersteller ging es anscheinend mehr um ein lukratives Geschaftsmodell. Es ist tatsächlich so, dass Robot Visual Systems an jedem Bußgeld fünf Euro verdient und das über einen Zeitraum von zwei Jahren. „Dafür umfasst unsere Leistung den Aufbau, die Versicherung, die Reparatur und die Wartung der Anlage“, erläuterte Börries Lorenz-Meyer von Robot Visual Systems im ZDF.
Ich weiß nicht, wie blauäugig die Gemeinde kalkuliert hat, doch der Aufschrei über diese Vertragsklausel wird immer lauter. Denn der Gemeinde drohen Steuergelder verloren zu gehen: „Problematisch wird es dann, wenn die Einnahmen der Firma die Kosten der Anlage übersteigen“, stellt Karl-Christian Schelzke vom Hessischen Städte- und Gemeindebund klar. Auch der ADAC hält deswegen das gesamte Leasingmodell für sehr fragwürdig.
Laut ZDF will Burghaun nach dem Bericht nun nachträglich eine Obergrenze in dem Vertrag festlegen. Wir wünschen viel Spaß dabei, diese Klausel im Nachhinein ändern zu lassen!
Also ganz ehrlich, als ich das gesehen habe, musste ich herzhaft lachen! Hier seht ihr den polnischen Versuch, die Blitzer-Software zu überlisten um so die Blitzerdatenbank zu löschen…
Hat jemand von euch schon Erfahrung damit gemacht…
Lest euch doch einmal die Beschreibung aus dem ebay-Angebot durch, wenn die nicht überzeugt:
… Erwerben Sie hier ein hochwertiges Produkt, welches mit modernsten Maschinen hergestellt wurde.
- Lasergeschnitten und -gestanzt
- CNC gekantet
- innen und außen Pulverbeschichtet
- durchdachte Stahlblechkonstruktion: etwa 5 kg schwer
- Rückwand geschraubt, daher nachträgliche Installationen oder Umbauten möglich
- Plexiglas in Rot mit ausgewähltem Transmissionsgrad (cherryrot)
- transparentes Kunststofffenster für den Lichteinfall
- Edelstahlschrauben
- auswechselbare Bodenplatte mit Fotostativ-Gewinde (!) …
Aktuell wurde bereits 16 Mal auf die Blitzer-Attrappe geboten, das Angebot steht bei 96 Euro und läuft noch gute 2 Tage. Liebe Polizei von Bruchköbel, vielleicht wäre das ja auch eine Alternative für Sie?!?
Nachdem Julian euch vor einiger Zeit vom Blitzerbescheid eines Traktors berichtet hat, der angeblich 123 km/h zu schnell gewesen ist, möchte ich euch heute den Blitzerbescheid eines Traktors mit 263 km/h nicht vorenthalten…
Ist zwar schon ein wenig älter, aber klasse Werbung für die Kawasaki Ninja!
Nachdem ich heute schon von K.I.T.T geschrieben habe, möchte ich gleich noch ein weiteres Wunderauto hinterher schieben. Hierbei geht es um ein Projekt der Freien Universtität Berlin, das in der Vergangenheit anscheinend zu viel James Bond gesehen hatte. Steuerte damals James Bond den BMW noch mit seinem Nokia-Klotz, so sind die jungen Studenten auf das stylische iPhone übergegangen. Zwar bekamen die Studenten von ihrem “Q” nur einen Dodge Caravan, doch auch damit konnten sie wunderbar arbeiten. Die Techniker entwickelten mit der “iDriver”-Applikation für das iPhone eine Auto-Fernbedienung, mit der sie das Auto tatsächlich auch von der Ferne steuern können.
Doch am Besten, ihr schaut euch das mal selbst an:
“Diese Anwendung haben wir nur so aus Spaß entwickelt”, sagt Miao Wang, Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Informatik der FU Berlin.
Dank einer Förderung des Forschungsinstitus in Höhe von rund zwei Millionen Euro dürfen die Berliner Informatiker weiter am Auto forschen – zumindest für die nächsten zwei Jahre. Wir können also gespannt sein, wann wir unser eigenes Auto mit dem iPhone lenken können. Den passenden Radarwarner haben wir ja bereits auf dem iPhone gespeichert!
Heute bin ich auf der Seite des Gelnhäuser Tageblatts über eine echt witzige Sache gestoßen. Es geht um eine Aktion der Polizei von Bruchköbel, die es einfach mal satt hatte, dass Ortsansäßige das 30er Tempolimit auf Höhe des Bruchköbelers Bauhofs einfach ignorierten.
Also, was lag nahe für die Polizei? Sie montierten einen Starenkasten an einer Schlüßelposition zwischen den beiden Fahrbahnen auf den Grünstreifen. Dieser Blitzer zeichnete sich damals dadurch aus, dass er schwenkbar ist, das heißt, er kann einmal in die eine Richtung, das andere Mal in die andere Richtung blitzen.
Dies war vor eingen Jahren. Doch nach der langen Zeit und der gewonnenen Erfahrung der Autofahrer half dieser auch nicht mehr so viel. Denn: Die Autofahrer waren ganz schlau, sie schauten einfach voraus und erspähten in welche Richtung der Blitzer gedreht wurde. Blickten die Fahrer in die Augen des Blitzers, bremsten sie brav auf 30 km/h ab, drehte der Starenkasten dem Autofahrer den Rücken zu, so traten die Autofahrern anscheinend wieder kräftig aufs Gaß.
Nun wollte sich die Polizei so nicht mehr lange an der Nase herumführen lassen und lies sich vor Kurzem etwas ganz lustiges einfallen. In einer kleinen Bastelstunde entwarf man einfach ein zweites Gesicht für den Starenkasten. Dafür fotografierte die Polizei den Blitzer, druckte dieses Bild aus, ließ es lamminieren – und klebte dieses Bild auf die Rückseite des Starenkasten. So wurde der Starenkasten zu einem verblüffend echt wirkenden Doppelblitzer!
Die Atrappe ist anscheinend nur bei genauem hinsehen zu erkennen – und das geht eben nur bei Schrittgeschwindigkeit! Ja, ich muss gestehen, ich finde die Idee der Bruchköbeler Polizei wirklich pfiffig! In diesem Fall kann man gegen solche Blitzer-Ideen eigentlich auch gar nichts haben, da sich der Blitzer tatsächlich zwischen zwei Bushaltestellen und auf dem Schulweg befindet.