Gericht nutzt forensische Anthropologen zur Identifizierung von Rasern

Posted by RadAlert | Posted in Blitzerfotos, Recht | Posted on 23-11-2009

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Ein Bekannter von mir steckt aktuell in einer großen Blitzer-Klage. Dabei geht es um den Zustand, dass er nicht derjenige ist, der auf dem Foto zu sehen ist.

“Ich bin nicht der auf dem Foto”, hört das Gericht wahrscheinlich schon desöfteren von Autofahrern, die wegen zu schnellen Fahrens vor Gericht stehen. Ob der Richter dies anerkennt hängt wesentlich von der Qualität des Blitzerfotos ab. Seit Kurzem hört man desöfteren, dass Richter für ihre Urteilssprüche auch Gutachten von forensischen Anthropologen nutzen.

forensische Anthropologen überführen Raser

In einem Beispiel war ein Autofahrer in die Radarfalle am Bielefelder Berg gerast, dabei wurde er mit Tempo 169 statt 100 geblitzt.

Gegen das Bußgeld von 275 Euro und ein zweimonatiges Fahrverbot legte dieser sofort Widerspruch ein, da er nicht gefahren sei. Die zweifellos männliche Person auf dem Foto der Radaranlage war bartlos, trug Brille und Schirmkappe. Der Angeklagte erschien zu seinem Gerichtstermin, wer ahnt es nicht, mit Vollbart und ohne Brille. Doch dabei hat der Raser seine Rechnung ohne die forensische Anthropologin gemacht. Die Sachverständige hatte ihren Laptop, Drucker und Kamera dabei und machte gleich im Gerichtssaal ein Foto vom Angeklagten. Sie bearbeitete es am Computer und verglich dieses mit dem Blitzerbild. Danach sah es für den Raser nicht mehr gut aus. Es liesen sich deutliche Übereinstimmungen und Unterschiede erkennen. Im Gerichtssaal hörte man dann “Querfurchung über die gesamte Stirn”, die “Welligkeit des Nasenrückens” und die “Vieleckigkeit des Gesichts”. All dies führte zu dem Ergebnis, dass “sehr wahrscheinliche Identität” vorlag.

Da der Angeklagte jedoch mit einer kleinen Baufirma selbstständig ist und ein zweimonatiges Fahrverbot zum Ruin führen könnte, erreichte er, dass der Amtsrichter das Fahrverbot auf einen Monat verringerte und das Bußgeld im Gegenzug auf 500 Euro erhöhte.

In einem anderen Fall hatte die Fahrerin mit ihrer Klage mehr Glück, sie hatte behauptet, ihre Mutter sei gefahren. Da hier das Blitzerfoto so schlecht war, konnte selbst die Expertin nicht weiterhelfen. Das Verfahren wurde eingestellt.

Wir lernen also daraus, lieber die Schuld auf die Mutter schieben als nur zu behaupten, dass man es selbst nicht war…

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Angestellter betrügt Bußgeldstelle und erhält zum Schluß noch Abfindung

Posted by RadAlert | Posted in Blitzerland | Posted on 16-11-2009

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Was sagt man dazu! In Solingen soll ein Angestellter der Bußgeldstelle einem befreundeten Verkehrssünder absichtlich geschützt haben. Er soll den Verkehrssünder auf dem Blitzerfoto identifiziert haben, in die Akte schrieb er jedoch, dass dieser von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch gemacht hatte. Der Verkehrssünder hat jedoch selbst zugegeben, dass er zu schnell gefahren ist. Da hätten sich die beiden wohl besser absprechen müssen, denn der städtische Mitarbeiter wurde danach aufgrund dieses Vorfalls gekündigt.

Stadtwappen Solingen

Was nun schon ein wenig dreist wirkt: Der ehemalige Mitarbeiter klagte gegen die Stadt, da er die Kündigung nicht akzeptieren wollte.„Sie können mich wenigstens in einen anderen Bereich versetzen“, sagte er. Der Verteidiger der Stadt wies dies jedoch zurück: „Das Vertrauen ist zerstört. Außerdem kommt so etwas weder bei den Bürgern noch bei den anderen städtischen Mitarbeitern gut an.“ Zudem habe man keine offene Stelle, in der man den Kläger unterbringen könne.

Nachdem der Kläger und sein Anwalt die Unterschrift der Kündigung angezweifelt hatten, einigten sich die beiden Seiten zum Schluß doch noch. Der ehemalige Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung erhält eine Abfindung in Höhe von 10.000 Euro von der Stadt. Zudem haben das Gerichtsverfahren und seine Kündigung keinen Einfluss auf das Arbeitnehmerdarlehen, das er von der Stadt bezieht. Die außerordentliche Kündigung des Ex-Angestellten wird zudem in eine ordentliche Kündigung umgewandelt.

Was haltet ihr von dieser Geschichte? Sind die 10.000 Euro Abfingung gerechtfertigt?

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Der Teddy war´s!

Posted by RadAlert | Posted in Blitzerfotos | Posted on 13-11-2009

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Teddy am Steuer Ob dieser plüschige Fahrer überhaupt einen Führerschein hat? Nachdem die Ausrede “Ich war das nicht, der Teddy ist gefahren!” die Beamten der Polizei Brandenburg nicht wirklich überzeugte, zog es der tatsächliche Fahrer vor, das Verwarnungsgeld zu bezahlen. Und was lernen wir daraus? Es bringt nichts, einen Teddy bei Geschwindigkeitsdelikten vorzuschieben!

Vielen Dank an die Polizei Brandenburg für die Bereitstellung dieses Blitzerfotos. Schade, dass es nur so klein ist…

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Blitzer überführt verantwortungslosen Busfahrer

Posted by RadAlert | Posted in Blitzerland | Posted on 13-11-2009

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Dass Blitzerfotos manchmal auch einem guten Zwecke dienen, das haben wir in der Vergangenheit ja schon im Falle der Schlecker-Diebe mitbekommen. Nun konnte die Polizei von Zweibrücken auf der A8 bei Zweibrücken einen verantwortungslosen Busfahrer aus dem Saarland aus dem Verkehr ziehen. Wie die Polizei-Beamten mitteilten, war ihnen der Busfahrer bei einer Geschwindigkeitskontrolle aufgefallen.

Auf dem Blitzerbild sei folgende Situation zu erkennen: “Der Bus ist mit Fahrgästen besetzt, der Fahrer hat zeitgleich beide Hände am Kopf, die linke Hand mit dem Handy am Ohr, er ist nicht angeschnallt, gesteuert wird der Bus mit den Ellbogen, der Fahrer fährt nicht die erlaubten 80 sondern 90 Stundenkilometer.

Zum Glück fahre ich so selten Bus! Doch wenn ich es mir genau überlege, möchte ich auch nicht wirklich einem derart beschäftigen Busfahrer im Straßenalltag als Autofahrer begegnen… Mich erinnert dieser Fahrer an das Autobahnplakat 2002 vom DVR, dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat, zum Thema “…und wer fährt?”

Autobahnplakat DVR zum Thema "...und wer fährt?"

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Blitzerfoto überführt Schlecker-Räuber

Posted by RadAlert | Posted in Skurriles | Posted on 15-09-2009

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Sie lernen es anscheinend nie, die Diebe! Nachdem ich euch bereits in einem anderen Beitrag von den Bierkasten-Dieben berichtet habe, wurden nun nach monatelanger Fahndung in Sachsen die zwei als “Schlecker-Räuber” gesuchten Männer gefasst.

Raubüberfall auf Schlecker

Die Bild berichtet davon, dass die beiden 37 und 32 Jahre alten Männer dank eines Blitzerfotos nun gefasst wurden. Wie blöd! Der zuständige Abteilungsleiter im Landeskriminalamt, Gerth Riemer, verkündete diese Festnahme heute in Dresden.

Die Männer sollen für eine Serie von Raubüberfällen auf Schlecker verantwortlich sein und dabei seit Februar 2008 rund 175.000 Euro erbeutet haben. Von den insgesamt 61 Fälle, die ihnen vorgeworfen werden, könne man den beiden bereits jetzt 12 Raubüberfälle nachweisen, in den übrigen werde noch ermittelt. Gegen beide Männer wurde inzwischen Haftbefehl erlassen.

Und ich gehe davon aus, dass die beiden rasenden Diebe den Strafzettel für zu schnelles Fahren ebenfalls bezahlen müssen… Wirklich dumm gelaufen!

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Fahren ohne Fahrerlaubnis – Freundin war nicht mehr ansprechbar

Posted by RadAlert | Posted in Skurriles | Posted on 26-08-2009

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Was so alles passieren kann! Ein 29jähriger Mann erklärte, sein Fahren ohne Fahrerlaubnis – und das dabei entstandene Blitzerfoto – entstand aus einer Notfallsituation heraus. Seine Freundin sei ursprünglich den Wagen gefahren, er war nur Beifahrer. Als seine Freundin an der Ampelkreuzung plötzlich nicht mehr ansprechbar war, schob er diese auf die Seite und setzte sich selbst ans Steuer – um seine Freundin so schnell es eben ging in die Notaufnahme zu fahren. Im Krankenhaus angekommen trafen die Ärtzte in einem Schlaflabor die Diagnose “Narkolepsie“.

Narkolepsie ist eine Art Schlafkrankheit, bei der es sich um eine neurologische Erkrankung des Schlaf-Wach-Rhythmus handelt. Sie ist eine tiefgreifende Störung der Schlafrhytmik und äußert sich durch einen starken Schlafdrang. In Deutschland leiden laut Schätzungen der Deutsche Narkolepsie-Gesellschaft (DNG) ca. 40.000 Menschen unter dieser Erkrankung.

Anscheinend glaubte der Richter dem Straftäter nicht, dass dessen Freundin tatsächlich unter dieser Krankheit leidet, er bezweifelte die geschilderte Situation und setzte einen Fortsetzungstermin an. Zu diesem Termin wird nun auch die Freundin des Angeklagten vorgeladen. Zudem soll bis zur Verhörung der behandelnde Artzt von seiner ärztlichen Schweigepflicht entbunden werden und das Blitzerfoto im Detaill ausgewertet werden. Mal sehen, was dabei herauskommt!

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Die Rache der Raser

Posted by Franz | Posted in Skurriles | Posted on 14-08-2009

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Die aktuellste Geschichte ist es nicht, die ich auf express.de gefunden habe. Dennoch: Sie ist einfach zu lustig, um hier nicht erwähnt zu werden. Vor zwei Monaten wurde ein Raser auf der B7 in der Nähe von Kassel geblitzt. Und das wollte sich der Unbekannte nicht so einfach gefallen lassen.

Kurzentschlossen machte sich der geblitzte Fahrer also auf zu dem Starenkasten und rächte sich an dem herzlosen Stück Metall. Mit einem in Benzin getränkten Stück Stoff zündete der Raser mit Humor den Führerscheinkiller an. Sein Blitzerfoto ist er jetzt mit Sicherheit los. Die Polizei fand seine Aktion dennoch nicht ganz so witzig und sucht nach Zeugen.

brennender blitzer
Die Fundstücke geben allerdings nicht wirklich viel her. Der Deckel einer Wasserflasche wurde gefunden, daneben lag eine rote LED-Taschenlampe. Ob das als Hinweis zu dem Täter reicht?

Da bin ich mal skeptisch. Eine Nachahmung empfiehlt sich trotzdem nicht. Mit RadAlert kann man schließlich viel problemloser unschönen Fotos entgehen – und das nebenbei noch ganz legal.

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