Plauen wird modern

Posted by RadAlert | Posted in Blitzerland | Posted on 06-11-2009

Tags:, , , ,

0

Die Polizeibeamten von Plauen werden sich gefreut haben, als sie ihren 18 Jahrer alten VW Passat endlich in die Wüste schicken konnten. Das Blitzer-Einsatzfahrzeug wird im nächsten Jahr durch ein neues Auto ersetzt. Dabei werden gleich die alten Blitz-Systeme auf Digitaltechnik umgerüstet.

“Es fotografiert schließlich auch fast kein Privatmann mehr mit analoger Technik”, sagt Ordnungsamtsleiter Wolfgang Helbig. Mit der analogen Technik war das Prozedere rund um die Blitzerfotos recht aufwändig und teuer. Die schwarz-weiß Bilder mussten extern entwickelt und in den Computer eingescannt werden, um anschließend beim Kraftfahrzeugbundesamt in Flensburg den Halter ermittlen zu können. Heutzutage kann man über diese Vorgehensweise eigentlich nur noch schmunzeln.

Mit der Digitalisierung fallen nun viele dieser Arbeitsschritte weg. Man mag es kaum glauben, doch die Stadt kann auf diese Weise eine Stelle und somit 32.000 Euro Personalkosten einsparen. Also kostete zur analogen Zeit das Einpflegen der Blitzerdaten pro Monat um die 2.670 Euro. Interessant wäre es jetzt noch zu wissen, wieviele Straftaten pro Monat angefallen sind…

Nun gut. Doch wir alle kennen die Weisheit, um Geld verdienen zu können, muss man erst einmal Geld ausgeben. Dafür investiert die Stadt nun erst einmal 41.000 Euro für die neue Technik. Der Skoda Roomster soll angeblich rund 15.000 Euro kosten und wird noch in diesem Winter in den Einsatz kommen. Der Skoda wurde der Stadt angeblich empfohlen, da er sich zum Blitzen besonders gut eignen würde.

Das heißt wohl, wir sollten in Zukunft einen gewissen Grundverdacht gegenüber parkenden Skodas haben.

Skoda - ein gutes Blitzer-Auto?

Plauen rechnet im nächsten Jahr mit 300.000 Euro Blitzer-Einnahmen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind das 80.000 Euro weniger. Die Plauener sind offenbar umsichtiger unterwegs oder kennen die 168 Messpunkte im Stadtgebiet. Wir hoffen, dass die Plauener diese auch schon alle in unseren Radarwarner RadAlert eingepflegt haben.

Jetzt Twittern!

Versuch Blitzerfotos zu vernichten scheiterte kläglich

Posted by RadAlert | Posted in Blitzerland, Skurriles | Posted on 13-10-2009

Tags:, , ,

0

In Großziethen bei Berlin stand gestern schon wieder ein Blitzer in Flammen.

brennender blitzer

Höchstwahrscheinlich waren die Brandstifter zu schnell unterwegs und wollten mögliche Beweise vernichten. Dumm nur, dass die fleißige Feuerwehr das Feuer schnell löschen konnten. Zwar wurde die Kamera tatsächlich durch die Flammen beschädigt, doch die bereits gemachten Blitzerfotos können noch immer ausgewertet werden. Pech gehabt, kann man da nur sagen, denn jetzt geht nicht nur die Polizei gegen die mutmaßlichen Raser vor, auch die Kripo ermittelt nun…

Jetzt Twittern!

Polizei löscht Blitzerfotos ausländischer Fahrzeughalter

Posted by RadAlert | Posted in Blitzerland | Posted on 21-09-2009

Tags:, , , ,

0

Blitzer, na und? Laut Informationen der Märkischen Oberzeitung, müssen Autofahrer aus dem Ausland, die in Deutschland mit dem Auto zu schnell unterwegs sind, kaum mit Strafverfolgung rechnen. Betrachtet man die Monate Juni, Juli und August 2009, so konnten in Brandenburg 42.118 Geschwindigkeitsverstöße mit im Ausland zugelassenen Autos nicht geahndet werden. Die Zeitung hat diese Informationen vom Innenministerium in Potsdam erhalten. Setzt man diese Zahl der Verkehrsverstoße ins Verhältnis zu allen Geschwindigkeitsverstoßen in Brandenburg, so ergibt sich die erschreckend hohe Prozentzahl von 9,6. Das sind 9,6 Prozent Raser, die nicht für ihren Verstoß büßen müssen! Die ausbleibende Strafverfolgung wird laut Innenministerium mit den fehlenden Vollstreckungsvereinbarungen unter den Staaten begründet.

Eigentlich ziemlich ungerecht, muss man sich hierzulande als deutscher “Raser” denken. Ähnlich fühlt auch der Ministeriumssprecher Geert Piorkowski, der die Situation als unbefriedigend bezeichnet. Das Problem tritt vor allem bei Starenkästen oder Blitzerampeln auf, das bedeutet bei allen automatisierten Messungen. Hier werden die schönen Blitzerfotos unbearbeitet gelöscht, sobald es sich bei dem Fahrzeughalter um einen Halter aus dem Ausland handelt. Ausnahme: Österreicher und Niederländer, denn mit deren Ländern gebe es Vollstreckungsvereinbarungen. Wie kann man dem ganzen entgegenwirken? Nun, es sei möglich, ausländische Kraftfahrer nach einer mobilen Kontrolle mit einem Lasergerät sofort anzuhalten und abzukassieren. Da die Brandenburger Polizei jedoch nur wenige Videowagen besitzt (bitte merken ;) ), ist ein vermehrter Einsatzt auf den Autobahnen in dieser Art schwierig zu managen. “Das ist absolut unzureichend”, kritisiert Andreas Schuster, Chef der Gewerkschaft der Polizei in Brandenburg. “Nicht nur die deutschen Autofahrer, auch die Polizisten sind frustriert, wenn polnische Fahrer mit Tempo 120 durch eine Baustelle rasen, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.” Da gerade auf Autobahnen Raser in der Regel nicht sofort angehalten werden können, steige dort durch das ungestrafte Rasen das Sicherheitsrisiko.

Blitzer auf der Autobahn

Die Polizei steht nicht alleine mit Ihrer Kritik, auch der ADAC bemängelt die fehlenden Vereinbarungen. “Da entsteht der Eindruck: In Deutschland kannst du machen, was du willst”, so der ADAC-Rechtsexperte Maximilian Maurer. Doch auch in Deutschland gibt es genügend schwarze Schafe, die im Ausland ebenfalls diese Lücke im System ausnutzen würden, so Herr Maurer. Da die Rechtssysteme in den verschiedensten Länder einfach zu unterschiedlich sind, wird dieses Problem auch noch weiter in der Zukunft bestehen.

Update 24.09.09:

Laut Informationen des Brandenburger Tagesspiegel, will die Stadt nun im Alleingang den Druck auf diese Raser erhöhen. „Wir werden schon in Kürze damit beginnen, die Blitzerfotos für drei Monate im Zentralrechner der Zentralen Bußgeldstelle zu speichern“, kündigte der Ministeriumssprecher an. „Dann können wir bei manuellen Kontrollen darauf zurückgreifen und die Verwarnungs- oder Bußgelder nachträglich kassieren.“

Was dabei allerdings nicht vergessen werden darf, ist das eher sehr geringe Risiko bei einer manuellen Kontrolle überhaupt erwischt zu werden. Zur Zeit werden 90 Prozent aller Geschwindigkeitsübertretungen automatisch festgestellt. Dennoch: Brandenburg will unnachgiebig mit den Rasern sein. Während ein neues EU-Gesetz vorsieht, Strafen zwar europaweit, aber erst ab 70 Euro einzutreiben, will die Stadt Brandenburg hier keinen Untschied machen, schließlich müssen Autofahrer, die mit 20 Kilometern pro Stunde zu schnell unterwegs war, auch “nur” 30 Euro zahlen.

Jetzt Twittern!

Liveübertragung von Blitzerfotos

Posted by RadAlert | Posted in Blitzerfotos, Skurriles | Posted on 01-09-2009

Tags:,

2

Was würdest du machen, wenn du deinen Fernseher anschaltest und beim zappen über aktuelle Blitzerfotos stoßen würdest, die sich ständig aktualisieren? Ich denke du würdest dich zunächst wundern und dann die Packung Chips aus dem Versteck hervorholen ;)

Ein Mann aus Langenhagen, das liegt in der Nähe von Hannover, staunte zumindest nicht schlecht, als er Blitzerfotos von vermeintlichen Rasern auf seinem Fernseher beobachten konnte. Doch wie kann so etwas passieren?

Die Stadt Langenhagen hat den unangenehmen Vorfall bestätigt und erklärt, dass die Radarfalle eine sogenannte Videofunkübertragung verwendet. Dumm nur, dass die Falle anscheinend die gleiche Übertragungsfrequenz wie ein Sportsender verwendete… So geschah es, dass der Mann sich statt der Sportsendung die Blitzerfotos auf dem Fernseher ansehen konnte. Peinlich! Mittlerweile wurde die Sendefrequenz der Radarfalle wieder geändert, so dass sich dieser Vorfall angeblich nicht mehr wiederholen kann. Da mit bei dem Vorfall keine datenschutzrechtlich relevanten Informationen weitergegeben wurden, scheint wird dieser Faux-Pax keine weiteren juristisch Probleme mit sich ziehen.

Aber schon seltsam, dass so etwas passieren kann. Anscheinend wird dieses Verfahren recht häufig verwendet. Dazu wird die Videokamera, die die Blitzerfotos aufnimmt, mit einem Funkübertragungsmodul verbunden, das wiederum die Blitzerbilder in das Polizeifahrzeug überträgt.
Blitzerbilder anstelle Sportschau?
Also in Zukunft Augen auf beim Durchzappen, vielleicht sieht man ja bald mal den Nachbarn mit Höchstgeschwindigkeit auf dem Bildschirm!

Jetzt Twittern!