Club-Trainer Michael Oenning läßt es auf das Blitzerfoto ankommen

Posted by RadAlert | Posted in Blitzerland | Posted on 19-10-2009

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Heute kann ich euch zwei stark polarisierende Themen in einem Blog-Beitrag präsentieren: Fußball und Blitzer! Morgen (Dienstag) steht der Club-Trainer Michael Oenning vor dem Nürnberger Amtsgericht.

Michael Oenning

Oenning wurde am 15.12.08 mit seinem Audi A5 Coupé angeblich auf der A3 mit 30 km/h zu schnell geblitzt, dies würde sich in 80 Euro Strafe und drei Punkte in Flensburg äußern. Doch Oenning, der nach eigener Aussage noch keine Punkte in Flensburg hat, läßt es auf das Blitzerfoto ankommen. Er sei nicht mit diesem Auto gefahren, deswegen zahle er auch nicht. Seine Anwältin legte Einspruch ein.

Doch wenn Oenning es nicht war, wer war es dann? „Wir haben einen Pool von vier, fünf Autos, die uns Audi zur Verfügung stellt“, erklärt Club-Manager Martin Bader dazu. „Und ich weiß auch, wer mit dem Auto gefahren ist.“

Da die Schwabacher Polizei die Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt hatte, wird der hiesige Polizeihauptwachtmeister morgen als Zeuge geladen. Das Foto soll dabei Oennings Schuld beweisen, was Manager Bader erstaunt. „Unser Trainer hat ja kein Allerweltsgesicht.“

Nun gut, morgen werden wir es wissen!


Übrigens: Der 15.12.08, der Tag des Verbrechens, war der Tag nach dem 1:1 des 1. FCN bei den Münchner Löwen.

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Polizei löscht Blitzerfotos ausländischer Fahrzeughalter

Posted by RadAlert | Posted in Blitzerland | Posted on 21-09-2009

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Blitzer, na und? Laut Informationen der Märkischen Oberzeitung, müssen Autofahrer aus dem Ausland, die in Deutschland mit dem Auto zu schnell unterwegs sind, kaum mit Strafverfolgung rechnen. Betrachtet man die Monate Juni, Juli und August 2009, so konnten in Brandenburg 42.118 Geschwindigkeitsverstöße mit im Ausland zugelassenen Autos nicht geahndet werden. Die Zeitung hat diese Informationen vom Innenministerium in Potsdam erhalten. Setzt man diese Zahl der Verkehrsverstoße ins Verhältnis zu allen Geschwindigkeitsverstoßen in Brandenburg, so ergibt sich die erschreckend hohe Prozentzahl von 9,6. Das sind 9,6 Prozent Raser, die nicht für ihren Verstoß büßen müssen! Die ausbleibende Strafverfolgung wird laut Innenministerium mit den fehlenden Vollstreckungsvereinbarungen unter den Staaten begründet.

Eigentlich ziemlich ungerecht, muss man sich hierzulande als deutscher “Raser” denken. Ähnlich fühlt auch der Ministeriumssprecher Geert Piorkowski, der die Situation als unbefriedigend bezeichnet. Das Problem tritt vor allem bei Starenkästen oder Blitzerampeln auf, das bedeutet bei allen automatisierten Messungen. Hier werden die schönen Blitzerfotos unbearbeitet gelöscht, sobald es sich bei dem Fahrzeughalter um einen Halter aus dem Ausland handelt. Ausnahme: Österreicher und Niederländer, denn mit deren Ländern gebe es Vollstreckungsvereinbarungen. Wie kann man dem ganzen entgegenwirken? Nun, es sei möglich, ausländische Kraftfahrer nach einer mobilen Kontrolle mit einem Lasergerät sofort anzuhalten und abzukassieren. Da die Brandenburger Polizei jedoch nur wenige Videowagen besitzt (bitte merken ;) ), ist ein vermehrter Einsatzt auf den Autobahnen in dieser Art schwierig zu managen. “Das ist absolut unzureichend”, kritisiert Andreas Schuster, Chef der Gewerkschaft der Polizei in Brandenburg. “Nicht nur die deutschen Autofahrer, auch die Polizisten sind frustriert, wenn polnische Fahrer mit Tempo 120 durch eine Baustelle rasen, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.” Da gerade auf Autobahnen Raser in der Regel nicht sofort angehalten werden können, steige dort durch das ungestrafte Rasen das Sicherheitsrisiko.

Blitzer auf der Autobahn

Die Polizei steht nicht alleine mit Ihrer Kritik, auch der ADAC bemängelt die fehlenden Vereinbarungen. “Da entsteht der Eindruck: In Deutschland kannst du machen, was du willst”, so der ADAC-Rechtsexperte Maximilian Maurer. Doch auch in Deutschland gibt es genügend schwarze Schafe, die im Ausland ebenfalls diese Lücke im System ausnutzen würden, so Herr Maurer. Da die Rechtssysteme in den verschiedensten Länder einfach zu unterschiedlich sind, wird dieses Problem auch noch weiter in der Zukunft bestehen.

Update 24.09.09:

Laut Informationen des Brandenburger Tagesspiegel, will die Stadt nun im Alleingang den Druck auf diese Raser erhöhen. „Wir werden schon in Kürze damit beginnen, die Blitzerfotos für drei Monate im Zentralrechner der Zentralen Bußgeldstelle zu speichern“, kündigte der Ministeriumssprecher an. „Dann können wir bei manuellen Kontrollen darauf zurückgreifen und die Verwarnungs- oder Bußgelder nachträglich kassieren.“

Was dabei allerdings nicht vergessen werden darf, ist das eher sehr geringe Risiko bei einer manuellen Kontrolle überhaupt erwischt zu werden. Zur Zeit werden 90 Prozent aller Geschwindigkeitsübertretungen automatisch festgestellt. Dennoch: Brandenburg will unnachgiebig mit den Rasern sein. Während ein neues EU-Gesetz vorsieht, Strafen zwar europaweit, aber erst ab 70 Euro einzutreiben, will die Stadt Brandenburg hier keinen Untschied machen, schließlich müssen Autofahrer, die mit 20 Kilometern pro Stunde zu schnell unterwegs war, auch “nur” 30 Euro zahlen.

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