Funktionieren Radarwarngeräte wirklich zuverlässig?

Posted by Franz | Posted in Technik | Posted on 26-11-2009

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Nach dem letzten Gerichtsurteil bezüglich der illegalen Radarwarngeräte und den vielen Angeboten auf ebay möchte ich heute einmal Aufklärungsarbeit leisten.

Radarwarner: Warnen sie wirklich vor Blitzern?

Grundsätzlich muss man zu diese Art Radarwarner sagen, dass er nur vor Radar-Geräten warnt. Das bedeutet, dass diese Geräte bei anderen Meßverfahren, wie z.B. den Lichtschrankenmessungen, die keinerlei Strahlung aussenden, nicht wirklich funktionieren können.

Oft liest man in den Beschreibungen der Hersteller, dass ihre Radarwarner auch vor Messungen mit Laserpistolen warnen können, doch diese Aussage kann man nicht wirklich so stehen lassen. Überlegt man sich, wie Laserpistolen betrieben werden, so kommt man darauf, dass diese nicht ständig aktiv betrieben werden, sondern oft erst kurz vorm Vorbeifahren eingeschalten werden. Meist löst die Polizei die Messung aus wenn sie einen Raser kommen sieht oder wenn sie über Funk von einem Kollegen, der einige Hundert Meter vorher positioniert wurde, gewarnt werden. Da die Messung nur ca. 0,1 bis 0,3 Sekunden dauert, kann man nahezu zu 100% davon ausgehen, dass selbst der sensibelste Radarwarner nicht so schnell darauf reagieren kann. Somit kann man sagen, dass die pauschale Aussage, dass Lasermessungen über mehrere Kilometern entfernt festgestellt werden können, schlichtweg nicht stimmt.

Zudem sollte man sich bewusst sein, dass diese Art der Radarwarner nicht nur auf Radarfallen-Strahlen reagieren. So kann es auch einmal passieren, dass der Radarwarner Fehlalarm schlägt. Dies hängt damit zusammen, dass die Radarwarner bestimmte Frequenzbereichen nutzen, die beispielsweise auch automatische Türöffner verwenden.

Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich, wenn es aufgrund dieses Frequenzbereichs bei Radarwarnern zu Fehlalarmen führt, kommt es dann auch zu Meßfehlern bei den Geschwindigkeitsmeßgeräten? Nein, so ist das nicht. Es kann zwar einmal passieren, dass die Geschwindigkeitsmeßgeräte blockiert werden, doch es treten angeblich keine falschen Meßergebnisse auf.

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Neu: Blitzer in Afghanistan

Posted by RadAlert | Posted in Skurriles | Posted on 28-09-2009

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Die Bild hat gerade einen Artikel veröffentlicht, den wollte ich zu Beginn nicht glauben. Doch es scheint wirklich zu stimmen: In Afghanistan, einem Land, das wir nun eher mit Ziegenherden als mit schnellen Autos wie Porsche, Mercedes, BMW oder Audi in Verbindung bringen, wird seit Neuestem geblitzt!

Blitzer nun auch in Afghanistan

Jeder Soldat muss also seit Kurzem damit rechnen, dass er, sofern er zu schnell gefahren ist, ein Knöllchen zugeschickt bekommt. Dieses wird dann wohl nicht nach Deutschland, sondern in die jeweilige Einheit geschickt. Eigentlich ganz toll, denn so bekommt der Begriff “scharf geschossen” in Afghanistan endlich einmal eine andere Bedeutung, doch scheint es auf den ersten Blick schon ein wenig seltsam, warum die Deutschen sich nun auch um die Geschwindigkeitsübertretungen seiner Bundeswehrsoldaten in Afghanistan kümmert.

Michael Friedmann, deutscher Rechtsanwalt, Politiker und Fernsehmoderator, der selbst in Mazar-e-Sharif gewesen ist, berichtete angeblich davon, dass ein Soldat ihm selbst von seinem Blitzer-Erlebnis erzählte. Ein ARD-Korrespondent bestätigte ebenfalls die neuen Praktiken, er hat erfahren, dass ein Soldat in Mazar-e-Sharif für seine Raserei 300 Euro Bußgeld zahlen musste. Im Vergleich: Wäre der Soldat in Deutschland genauso viel zu schnell gefahren, so hätte er nur ein Zehntel davon bezahlen müssen.

Ziemlich ungerecht, möchte man jetzt sagen. Doch wieso ist das Bußgeld in Afghanistan so hoch? Die Bild fragte bei Reinhold Robbe, den Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, nach, warum die Strafen in Afghanistan so immens hoch sind: „Schnelles Fahren wirbelt Staub auf. In Kabul besteht der zu einem sehr hohen Prozentsatz aus Fäkalien. Das kann in hohem Maße gesundheitsgefährdend sein. Außerdem befinden sich im Camp Marmal im Schnitt rund 2.500 Soldaten auf einer Fläche von ein mal zwei Kilometer mit dichtem Straßennetz. Ohne Regeln käme man da natürlich nicht klar.”

Liebe Soldaten in Afghanistan, ihr werdet auch in keinster Weise verschont! Zwar werden die anfallenden Punkte nicht in Flensburg registriert, doch wäre es wahrscheinlich doch sinnvoll, sich den kostenlosen euch schnell den Radarwarner RadAlert präventiv auf euer Smartphone zu installieren!

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