Neu: Blitzer in Afghanistan
Posted by RadAlert | Posted in Skurriles | Posted on 28-09-2009
Tags:Afghanistan, Blitzer, Laserpistole, Mazar-e-Sharif, Michael Friedmann, Radarkontrolle, Reinhold Robbe
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Die Bild hat gerade einen Artikel veröffentlicht, den wollte ich zu Beginn nicht glauben. Doch es scheint wirklich zu stimmen: In Afghanistan, einem Land, das wir nun eher mit Ziegenherden als mit schnellen Autos wie Porsche, Mercedes, BMW oder Audi in Verbindung bringen, wird seit Neuestem geblitzt!

Jeder Soldat muss also seit Kurzem damit rechnen, dass er, sofern er zu schnell gefahren ist, ein Knöllchen zugeschickt bekommt. Dieses wird dann wohl nicht nach Deutschland, sondern in die jeweilige Einheit geschickt. Eigentlich ganz toll, denn so bekommt der Begriff “scharf geschossen” in Afghanistan endlich einmal eine andere Bedeutung, doch scheint es auf den ersten Blick schon ein wenig seltsam, warum die Deutschen sich nun auch um die Geschwindigkeitsübertretungen seiner Bundeswehrsoldaten in Afghanistan kümmert.
Michael Friedmann, deutscher Rechtsanwalt, Politiker und Fernsehmoderator, der selbst in Mazar-e-Sharif gewesen ist, berichtete angeblich davon, dass ein Soldat ihm selbst von seinem Blitzer-Erlebnis erzählte. Ein ARD-Korrespondent bestätigte ebenfalls die neuen Praktiken, er hat erfahren, dass ein Soldat in Mazar-e-Sharif für seine Raserei 300 Euro Bußgeld zahlen musste. Im Vergleich: Wäre der Soldat in Deutschland genauso viel zu schnell gefahren, so hätte er nur ein Zehntel davon bezahlen müssen.
Ziemlich ungerecht, möchte man jetzt sagen. Doch wieso ist das Bußgeld in Afghanistan so hoch? Die Bild fragte bei Reinhold Robbe, den Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, nach, warum die Strafen in Afghanistan so immens hoch sind: „Schnelles Fahren wirbelt Staub auf. In Kabul besteht der zu einem sehr hohen Prozentsatz aus Fäkalien. Das kann in hohem Maße gesundheitsgefährdend sein. Außerdem befinden sich im Camp Marmal im Schnitt rund 2.500 Soldaten auf einer Fläche von ein mal zwei Kilometer mit dichtem Straßennetz. Ohne Regeln käme man da natürlich nicht klar.”
Liebe Soldaten in Afghanistan, ihr werdet auch in keinster Weise verschont! Zwar werden die anfallenden Punkte nicht in Flensburg registriert, doch wäre es wahrscheinlich doch sinnvoll, sich den kostenlosen euch schnell den Radarwarner RadAlert präventiv auf euer Smartphone zu installieren!
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