Düsseldorfer Rheinufertunnel bekommt Schwarzblitzer

Posted by Franz | Posted in Blitzerland | Posted on 25-09-2009

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Rheinufertunnel Düsseldorf in zukunft mit Schwarzblitzern Herzlichen Glückwunsch, Düsseldorf! Auch du bekommst nun endlich den allzeit beliebten Schattenblitzer, auch liebevoll “Schwarzblitzer” genannt. Wir können die Tage schon fast an unseren Händen abzählen, Anfang Oktober soll es so weit sein. Nach der Installation im Münchner Richard-Strauss-Tunnel sollen nun auch im Rheinufertunnel in Düsseldof zwei Starenkästen pro Fahrtrichtung aufgebaut werden. So weit wir die Information haben, wurden bereits sowohl die Blitzer als auch die Induktionsschleifen installiert.

Für alle, die noch nicht wissen, was das besondere an den Schattenblitzern ist: die Blitzer sind mit dem blosen Auge kaum erkennbar! Das bedeutet, dass Raser in dem Moment in dem sie erwischt werden, nicht wissen, dass sie erwischt wurden. Ergo, der “Lerneffekt” bleibt vollkommen aus. Und genau diese Tatsache verärgert die meisten Autofahrer.

Herbert Windhövel, Referent vom Verkehrsdezernenten Leonhardt, begründet die Blitzer folgendermaßen: “Im Tunnel hat es viele schwere Unfälle wegen zu hohen Tempos gegeben. Deshalb wird jetzt gemessen”. Doch die Stadt gibt den Rheinufertunnel-Fahrern noch ein kleines Zuckerle. Die Stadt erhöht die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h wurde auf 70 km/h, zudem sollen Warnschilder aufgebaut werden, die auf die neuen Blitzer aufmerksam machen sollen. So soll wahrscheinlich präventiv gegen die ersten Beschwerden vorgegangen werden.

Da jeden Tag ca. 50.000 Autos durch den Rheinufertunnel fahren, kann man davon ausgehen, dass sich die anfängliche hohe Investition sehr schnell amortisiert haben wird. Im Jahr 2008 hat die Stadt Düsseldorf 5,8 Mio Euro dank Buß- und Verwarngelder eingenommen, dank 176.000 Autofahrer.

Wer also 2009 nicht zu den neuen Rheinufertunnel-Blitzeropfern gehören möchte, sollte den Fuß vom Gaß nehmen und schon zu Tunneleinfahrt seine Geschwindigkeit überprüfen. Ausrollen kann böse ins Auge gehen…

Update 29.09.09:

Nun ist es wohl offiziell: In einer Pressemitteilung wird bekannt gegeben, dass die Schattenblitzer in der Nacht vom 30. September auf den 1. Oktober im Rheinufertunnel in Betrieb gehen werden.

Also, liebe Düsseldorfer, immer schön anständig fahren – und den Radarwarner RadAlert aufs Smartphone installieren ;)

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Schattenblitzer werden immer beliebter – nun auch in Berlin

Posted by RadAlert | Posted in Blitzerland | Posted on 17-09-2009

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Nach dem Münchner Schattenblitzer im Richard-Strauß-Tunnel erhält nun auch Berlin endlich seinen eigenen Schattenblitzer! Nein, das ist untertrieben, Berlin erhält 18 Schwarz-Blitzer, die noch im ersten Vierteljahr 2010 im Autobahntunnel Britz installiert werden. Die Senatsverwaltung für Stadtverwaltung hat bestimmt. In naher Zukunft wird der Tunnel wohl so oder ähnlich aussehen:

Geisterblitzer im Richard-Strauss-Tunnel

Das besondere an den Schattenblitzern ist, dass sie, anders als herkömmliche Blitzer, mit Infrarotlicht arbeiten, das für das menschliche Auge quasi unsichtbar ist. Dass man geblitzt wurde, merkt man nur in den seltensten Fällen. Die Technik wurde speziell für Einsatzorte wie den Tunnel entwickelt, um gefährliche Blendeffekte zu verhindern. Dieses Vorgehen wird jedoch sehr stark von allen Seiten kritisiert, so auch von FDP-Verkehrsexperten Albert Weingartner. Durch eine derartige Technologie würden die Schwarz-Blitzer zu einem reinen Abzocker-Instrument, da ein erzieherischer Effekt entfalle. Der Raser merkt nicht, dass er überhaupt zu schnell gewesen ist und macht unter Umständen diesen Fehler mehrmals – bis er den Bußgeldbescheid mit schrecken öffnet. Derartige Vorfälle hatten wir bereits in München.

Insgesamt lässt sich die Stadt die Tunnelaufrüstung 1,49 Millionen Euro kosten. Höchstwahrscheinlich sind diese jedoch sehr gut angelegt, da sich die Investition sehr schnell wieder amortisieren wird.

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Mobil in Deutschland veröffentlicht Blitzeratlas

Posted by RadAlert | Posted in Blitzerland | Posted on 10-09-2009

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Logo Mobil in DeutschlandUnd es hat sich wieder gezeigt, bei Blitzern geht es meistens ums Geld, nicht um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. Der Verein Mobil in Deutschland (MiD) hat seinen Blitzeratlas veröffentlicht. Es zeigte sich, dass in München durchschnittlich 22 Fahrer pro Tag wegen überhöhter Geschwindigkeit geblitzt werden, am häufigsten an der Ingolstädter Straße, der Wasserburger Landstraße und der Menzinger Straße.

Das interessanteste an der Untersuchung ist der Vergleich zwischen den Unfallschwerpunkten in München und den Orten, an denen tatsächlichen geblitzt wird. Wie zu erwarten war, ergaben sich in der Gegenüberstellung der zehn häufigsten Stellen für Radarfallen mit den zehn häufigsten Unfallorten, nur drei Überschneidungen. Eigentlich zu wenig um das “Blitzen für die Sicherheit” zu rechtfertigen.

Spricht man die Polizei auf Radarwarner an, so betrachtet sie diese selbstverständlich kritisch. “Wenn Autofahrer nicht wissen, wo sie überall geblitzt werden, halten sie sich hoffentlich immer an die Geschwindigkeitsbeschränkung und nicht nur an einzelnen Stellen”, sagt Dieter Bauer von der Verkehrsabteilung der Münchner Polizei.

Nun gut… Ich empfehle den Radarwarner RadAlert aufs iPhone zu laden – nur so, um Sicher zu gehen.

Update 14.09.09:


Auf Wunsch einiger Blogleser, gehe ich heute noch ein wenig ins Blitzeratlas-Detail:

Laut MID wurde dieses Jahr in München um ein Viertel weniger mobil geblitzt als noch vor zwei Jahren. Während 2007 990 Blitzer in der Woche gemeldet wurden, waren es 2009 “nur noch” 700 pro Woche.

Die Münchner Top-Blitzermeile hat einen neuen Namen bekommen: Während 2007 die Landshuter Allee die Blitzerstraßen anführte, steht nun die Ingolstädter Straße an erster Stelle. Hochgerechnet wird hier 320 Mal im Jahr geblitzt. Im Ranking der Straßen, auf denen am häufigsten geblitzt wird, kommt an zweiter Stelle die Wasserburger Landstraße mit 210 Blitzern, danach folgt die Menzinger Straße und die Ifflandstraße mit je 200 Blitz-Aktionen, gefolgt von der Claudius-Keller-Straße mit 150 Blitzern, der Eduard-Schmidt-Straße und der Schleißheimer Straße mit je 140 Blitzern sowie der Heinrich-Wieland-Straße mit 120 Blitzern im Jahr. Jeweils 110 Mal im Jahr wird auf der Marsstraße und der Ungerer Straße geblitzt. Es scheint somit, dass zweispurige Aus- und Einfallstraßen besonders beliebt sind.

Generell heißt es, dass nur an Unfallschwerpunkten geblitzt wird. MID hat eine andere These aufgestellt: “Dort, wo besonders viel geblitzt wird, passiert wenig und dort, wo am meisten passiert, wird kaum geblitzt.” Im Blitzeratlas wurden dazu die TOP 10 Blitzstraßen 2009 und mit den TOP 10 Unfallstraßen aus 2008 gegenüber gestellt. Dabei zeigte sich, dass in den größten Unfallstraßen, der Landsberger Straße und der Dachauer Straße kaum geblitzt wird. Wobei der Verein 2009 zum ersten Mal 3 Überschneidungen zwischen den Top-Blitzstraßen und den Top- Unfallstraßen herausfand: Diese sind die Ingolstädter Straße, die Wasserburger Landstraße und die Schleissheimer Straße.

Für die selteneren Blitzerattacken in der Landshuter Allee hat der Verein eine besonders lustige Erklärung. In den vergangenen Jahren versteckten sich die Polizisten, bewaffnet mit Radarpistolen, immer hinter zwei Stromkästen, die direkt neben der Fahrbahn standen. Dort konnten sie den Verkehr in Ruhe überwachen. Nun wurden die Stromkästen allerdings abgebaut und somit auch das gute Versteck.

Hinsichtlich fest installierter Blitzer ging MID vor allem auf den Richard-Strauß-Tunnel ein, von dem wir euch schon berichtet haben. Dort befinden sich aktuell 24 Schattenblitzer, dabei handelt es sich um 12 Kameras und 12 Infrarotblitzer.

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